Elektronische Etiketten und dynamische Preisgestaltung: die ideale Kombination?

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Werden 2022 Papieretiketten auf elektronische Etiketten umgestellt?

Vielleicht. Vor allem, wenn Sie bereits mit dynamischer Preisgestaltung arbeiten.

Das Einzelhandelsgeschäft befindet sich stetig im Wandel – das war noch nie so wahr wie heute. Jede Woche (jeden Tag?) versuchen Unternehmen weltweit, mit all den neuen Technologien, den sich ständig verändernden Kundenbedürfnissen und jetzt sogar mit einer Pandemie Schritt zu halten. Der Wettbewerb war noch nie so hart wie in den letzten Jahren, was bedeutet, dass Unternehmen sich ständig anpassen, umdenken und der Zeit voraus sein müssen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Die dynamische Preisgestaltung ist ein Beispiel dafür, wie neue Modelle die Märkte in allen Branchen umwälzen können. Wir haben das an anderer Stelle zusammengefasst. Mit unserer Lösung für vorausschauende Preisgestaltung, die den Gewinn im Durchschnitt um mehr als 10 % steigert, können Unternehmen deutlich positive Ergebnisse erzielen.

Aus Papier wird digital: Preisschilder entwickeln sich weiter

Eine der größten technischen Neuerungen 2022 dreht sich um eines der bekanntesten und traditionellsten Elemente des Kauferlebnisses: das Preisschild.

Gibt es etwas, das uns allen beim Einkaufen näher liegt, als … den Preis zu überprüfen? Ob im Supermarkt, in der Drogerie oder in der Apotheke – wir alle schauen aufs Preisschild, um dann zu entscheiden, was in den Einkaufskorb kommt und was nicht. Es ist eine Konstante, die sich durch die letzten Jahrzehnte zieht: ein einfaches Etikett auf einem Regal oder ein Aufkleber auf einer Schachtel, der dem Kunden sagt, wie viel etwas kostet.

Heutzutage ist unser Einkaufserlebnis fast vollständig digital. Elektronische Regaletiketten (ESL) sind dagegen Pioniere, die bereits vor mehr als 30 Jahren entwickelt und eingeführt wurden. Damals setzte sich die Idee aber einfach nicht durch, und ESLs wurden nie zum festen Bestandteil des Online-Handels – anders, als es viele erwartet hatten. Im Nachhinein betrachtet waren sie vielleicht einfach ihrer Zeit voraus. Oder es lag daran, dass die Kosten für ESLs auch heute noch erschreckend hoch erscheinen können. Das Einkaufserlebnis hat sich in der Zwischenzeit vollständig digitalisiert, ist Omnichannel geworden, und wir haben physische Warenkörbe gegen digitale eingetauscht. 

Das bedeutet: Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, umzudenken und ESLs noch einmal in Betracht zu ziehen. 

ESLs bieten viele Vorteile, die ein einfaches Stück Papier oder Plastik nicht bieten kann, wie z. B. die Möglichkeit, zusätzliche Produktinformationen zu präsentieren, eine persönlichere Erfahrung zu ermöglichen (warum nicht einen QR-Code anzeigen, den der Kunde auf seinem Handy verwenden kann?), Abfall zu reduzieren und genauere Informationen bereitzuhalten (jeder Preis oder jede Information kann mit nur einem Knopfdruck aktualisiert werden).

Elektronische Etiketten: mehr Dynamik, mehr Flexibilität

Die Flexibilität, die elektronische Etiketten bieten, ist immens. Und es ist heute wichtiger denn je, die Preise dynamisch zu ändern und sich an Angebot und Nachfrage anzupassen, wenn diese schwanken. Die Entscheidung zwischen der Verwendung von ESL und der manuellen Änderung von Etiketten scheint demnach eindeutig.

Gleichzeitig bedeutet „dynamischer“ nicht immer „besser“. Auf einem Marktplatz wie Amazon mag es sinnvoll sein, die Preise mit hoher Frequenz zu ändern, aber nicht unbedingt in einem stationären Einzelhandelsgeschäft, wo die Kunden nicht jeden einzelnen Preis im Laden vergleichen. Heutzutage steigen viele Einzelhändler in die dynamische Preisgestaltung ein, um der Konkurrenz zu folgen, aber diese Lösung ist keine Einheitslösung. Verschiedene Unternehmen benötigen unterschiedliche Modelle. Es ist zwar richtig, dass sich Preise auch im stationären Handel häufiger ändern könnten und sollten; das bedeutet aber nicht, dass dies stündlich oder täglich geschehen muss. Jeder Einzelhändler braucht ein differenziertes Verständnis der Preisgestaltung, um das richtige Modell für seine Bedürfnisse zu finden – etwas, womit wir hier bei 7Learnings langjährige Erfahrung haben.

Heutzutage muss ein Anbieter das Kundenerlebnis online und offline miteinander verbinden, anstatt sich auf beides getrennt zu konzentrieren.

Als die Pandemie begann, stiegen die Downloads für Einzelhandels-Apps sprunghaft an. Damit wurde klar, dass diese Apps von Nutzern nicht nur als Transaktionskanal gesehen werden, sondern als ein Kanal, in dem sie persönliche, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Erfahrungen wünschen. Warum diesem Wunsch nicht nachkommen? Unternehmen wie Walmart, Carrefour und andere nutzen längst die Vorteile von ESLs, und diese Liste wird 2022 mit Sicherheit noch länger werden. 

Es gibt jedoch noch einen weiteren Aspekt, bei dem ESL helfen kann, und den sollten Einzelhändler unbedingt im Auge behalten: die Preisstrategie.

Optimierung der Preisgestaltung durch Optimierung der Etiketten

Wir bei 7Learnings haben uns ausführlich mit der dynamischen Preisgestaltung auseinandergesetzt, wobei unser Schwerpunkt auf Predictive Pricing liegt und wie dieser Ansatz Einzelhändlern in jeder Branche helfen kann. Das maschinelle Lernen und seine verschiedenen Einsatzmöglichkeiten haben die Preisgestaltung in allen Bereichen revolutioniert , sei es bei der Nachfrageprognose und der Vorhersage zukünftiger Verkäufe oder, dass traditionelle Preisoptimierungsmethoden inzwischen überholt und überflüssig sind. Daten und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sind heute von entscheidender Bedeutung – und das in ganz unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens, nicht zuletzt bei den Preisetiketten. 

Mit der dynamischen Preisgestaltung geht natürlich auch ein flexiblerer Ansatz für die Preisgestaltung selbst einher und die Notwendigkeit, die Produktinformationen und Preise ständig zu aktualisieren. Warum sollten Sie Ihre Preise nicht saisonal oder auch nur tageszeitabhängig ändern? Warum nicht die Kundenfrequenz in die Gleichung mit einbeziehen? Elektronische Etiketten ermöglichen das schneller als je zuvor und eröffnen eine Reihe von Möglichkeiten, die sonst undenkbar wären. Dabei werden Ihre vorhandenen Daten bestmöglich genutzt, ähnlich wie bei der dynamischen Preisgestaltung selbst. 

Mit der vorausschauenden Preisgestaltung können Sie die Preise Ihrer Produkte an Ihre spezifischen Bedürfnisse und Ziele anpassen und den Trends und Kundenpräferenzen besser folgen – was natürlich bedeutet, dass Sie Ihre Produktpreise auch regelmäßiger aktualisieren müssen. Auch hier können ESLs helfen, die genau das möglich machen. Gibt es eine unerwartete Nachfrage nach einem Artikel? Ändern Sie den Preis, automatisch. Eine Reihe von Produkten läuft demnächst aus? Bringen Sie sie innerhalb weniger Minuten in den Verkauf. ESLs können natürlich auch hilfreich sein, um Betriebs- bzw. Personalkosten zu senken, da Preisänderungen nicht mehr manuell vorgenommen werden müssen.  

Das alles läuft auf eines hinaus: auf Daten – und zwar nicht nur, wie man sie am besten nutzt, sondern auch, wie man sie am besten integriert. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, auf ESL umzusteigen (oder bereits umgestiegen sind), brauchen Sie eine ausbalancierte Strategie zur dynamischen Preisgestaltung, sonst geht ein Großteil Ihrer Daten verloren. Denn warum sollten Sie Ihren Preis ändern, wenn Sie nicht wissen, wie hoch der Preis idealerweise sein sollte? Hier kommt unsere Lösung für Predictive Pricing ins Spiel. Unsere Technologie sagt auf Grundlage Ihrer Daten vorher, wie hoch der Preis für ein Produkt sein sollte und wie sich jede potenzielle Änderung auf das Geschäft auswirken wird. Diese Daten können in Verbindung mit ESLs das ideale Einkaufserlebnis bieten.

Das wirft eine weitere Frage auf: Sind elektronische Etiketten mit all ihren Vorteilen wirklich für jeden sinnvoll? Die kurze Antwort lautet: nein. Elektronische Etiketten können die Betriebskosten für Preisänderungen in stationären Geschäften senken, sodass es einfacher ist, von einer dynamischen Preisstrategie zu profitieren und den Umsatz zu steigern. Aber lässt sich dynamische Preisgestaltung nur anwenden, wenn man über ESLs verfügt – sind diese also unerlässlich? Nein. Eine Preisänderung nur einmal pro Woche oder sogar zweiwöchentlich kann bereits große Vorteile bringen, und ESLs erleichtern die Umsetzung, aber sie sind kein Muss. Wie bereits zu Beginn des Artikels erläutert, bedeutet dynamischer nicht immer besser, und die Einführung von ESL ist nicht immer der beste Schritt. Wie bei der Preisgestaltung sollte auch hier ein differenzierter Ansatz gewählt werden, der auf den speziellen Bedürfnissen und Anforderungen des Einzelhändlers fußt.

Fazit

Elektronische Etiketten haben das Potenzial, in diesem Jahr die breite Masse zu erreichen. Auch wenn sie nicht unbedingt für jeden geeignet sind, sollte jeder Einzelhändler sie zumindest im Auge behalten und in Betracht ziehen. Vor allem in Verbindung mit einer passenden Lösung zur dynamischen Preisgestaltung können die Vorteile enorm sein, wenn Daten mit KI kombiniert werden. Nutzen Sie die stationäre Preisgestaltung? Nun, dann profitieren Sie von elektronischen Etiketten wahrscheinlich eher nicht. Aber in vielen anderen Fällen sind in ESLs möglicherweise Ihr Weg, um Ihr Geschäft effizienter, dynamischer und zeitgemäßer zu gestalten. 

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie elektronische Etiketten in Verbindung mit Predictive Pricing einsetzen können und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt? Sprechen Sie uns gerne an oder buchen Sie direkt eine Demo, um mehr über unsere Lösung zu erfahren, die auf maschinellem Lernen basiert und Ihre Daten optimal nutzt.